Unsere Nasenbären

VW 411

 

Schalter für Rückfahrscheinwerfer kontrollieren - Automatikgetriebe 

 

Beim Jubiläumstreffen in Schloss Dyck versagten plötzlich die Rückfahrleuchten an unserer „Lotta“ (4-türige Limousine mit Automatikgetriebe).

Nach der Rückkehr also erst die Kabelanschlüsse an den Rückfahrscheinwerfern kontrolliert. Hier kam kein Strom an; also musste irgendwo unterwegs im Kabelstrang, an der Sicherung oder am Rückfahrscheinwerfer-Schalter etwas defekt sein.

Nun sitzt bei den Automatik-Ausführungen unserer Nasenbären der Rückfahrscheinwerfer-Schalter nicht am Getriebe wie bei den Schaltgetrieben (Bild E 4.6 – 16-1), sondern in der Schaltkulisse auf der Mittelkonsole (Bilder E 4.6 – 16-2).

Auch die entsprechende Sicherung im Sicherungskasten war ok (Sicherung Nr. 8 bis 08/1969, danach Nr. 11 nur bei Automatik!).

Also als nächsten Kontrollschritt die Abdeckungen am Schalthebel demontiert und Klemme 15 bei Schalthebelstellung auf „R“ auf Stromdurchfluss geprüft. Kein Strom!

Sollte etwa der Schaltkontakt defekt sein? Es ist nur eine kleine Metallreibfläche, die vom Kontaktgeber am Schalthebel berührt wird (siehe Bilder).

Es stellte sich dann bei der genauen Kontrolle der Reibflächen heraus, dass diese leicht mit Grünspan angelaufen waren; deshalb also keinen Kontakt.

Nachdem die Kontaktflächen vom Kontaktschalter und vom Kontaktgeber mit Schmirgelpapier gereinigt waren, funktionierte alles wieder tadellos.

Bei dieser Kontrolle ist mir allerdings aufgefallen, dass die beiden Bürsten seitlich an der Schaltbetätigung „Haarausfall“ haben, d. h. ihre Borsten verlieren und die Borsten dann in die Kontakte fallen. Eigentlich sollen diese Bürsten verhindern, dass Staub und Schmutz in die unteren Teile fällt.

Also muss hier öfter gereinigt werden. 

Quellen: Eigene Fotos, eigener Text, Original-Werkstatthandbuch 03/1971.