Die Sicherungsdose (fuse box).

Bei den ersten VW 411, also bis Baujahr Juli 1969 (Zyklop) sind die Sicherungsdosen (VW-Ersatzteil-Nr. 411 937 505 A) anfällig gegen Brüchigkeit, weil bei diesen Dosen ein sehr spröder Kunststoff verwendet wurde. Ab August 1969 wurden die Sicherungsdosen dann vom Material her und auch in der Belegung geändert (VW-Teile-Nr. 411 937 505 D).

Auch in unserem VW 411 L, EZ 05.03.1969 war diese Sicherungsdose zerbrochen und eine Doppelklemme hatte sich gelöst. Also raus damit. Das war nun auch die Gelegenheit die komplette Sicherungsdose umzurüsten auf die "neuere" Dose der späteren Einspritzmodelle (VW 411 E), dazu brauchte ich eine Sicherungsdose mit VW-Teile-Nr. 411 937 505 E.

Die 505 E-Dose habe ich dann von der Klemmenbelegung an der 505 A-Dose angepasst, damit alle Kabelanschlüsse wieder zum Schaltplan passen. Durch die umfangreicheren Steckmöglichkeiten bei den Relais in der 505 E-Dose konnte ich nun auf auf "moderne" und zeitgemässe Relais umrüsten.

Also wurde das alte klobige Blinkrelais gegen ein neues elektronisches Blinkrelais (auch für Anhängerbetrieb) getauscht. Ebenfalls wurde das Abblend- /Fernlichtrelais gegen ein neues Würfelrelais getauscht (siehe Bilder).


Die neue Sicherungsdose (411 937 505 E) im Vordergrund, dahinter die gelbliche alte zerbrochene Sicherungsdose (411 937 505 A).



Oben alle drei Sicherungsdosen: Ganz oben die zerbrochene, in der Mitte eine neu gekaufte und unten die 411.837.505 E, die ich eingebaut habe.


Hier die alten Relais: Links Blinkrelais, rechts Abblend- und Fernlicht-Relais.


Das ist die "neue" Sicherungsdose 411 937 505 E mit den neuen Relais.


Hier nochmal die Unterschiede der Relais.

Austausch der einzelnen Anschlussklemmen: Die Anschlussklemmen müssen exakt genauso in die neue Sicherungsdose eingebaut werden, wie diese in der alten Dose sassen. Ich habe vor dem Umbau alles fotografiert und zusätzlich noch die Klemmenanordnung aufgezeichnet. Das gleiche gilt für die Kabelanschlüsse der Relais.

Die Klemmen müssen an der unteren Zunge/Rastnase mit einem "Entriegelungs-Werkzeug" zurückgedrückt werden, danach kann man die Klemme zurückschieben und in der anderen Dose wieder einstecken. Die Riegelungsnase rastet dann von selbst ein und die Klemme kann nicht mehr herausfallen.



Das Entriegelungswerkzeug habe ich mir selbst gebastelt. Man kann auch solche Werkzeuge kaufen, diese sind aber meistens sehr teuer. im Internet wollte ein Verkäufer dafür 135,00 Euro haben!

Ich habe einen Feinmechaniker-Schraubendreher aus dem Baumarkt gekauft, dann die Klinge beidseitig abgeschliffen auf 2 mm Breite und 1 mm Stärke. Wichtig ist, die Klinge muss gehärtet sein, sonst kann sie verbiegen. Damit ging das Entriegeln der Kabelschuhe und der Anschlussklemmen ganz gut. 


Den Ausschnitt für die Sicherungsdose im linken Seitenblech habe ich vergrößert; so kann man besser die Relais herausnehmen, ohne das Blech ausbauen zu müssen und die Relais erhalten eine bessere Kühlung. Der hintere Bereich des Sicherungsdose ist sehr eng, wegen der vielen Kabel und dem dahinter verlaufenden Heizungsschlauch.